{"id":2810,"date":"2020-02-06T09:17:32","date_gmt":"2020-02-06T08:17:32","guid":{"rendered":"https:\/\/t4.dev2mukxx.de\/blog\/?p=2810"},"modified":"2026-08-31T17:10:26","modified_gmt":"2026-08-31T15:10:26","slug":"babysprache-schadet-das-meinem-kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lingufino.de\/blog\/sprache\/babysprache-schadet-das-meinem-kind\/","title":{"rendered":"Babysprache &#8211; schadet das meinem Kind?"},"content":{"rendered":"<p>\u201eM\u00f6chte mein Schatzeli ein Kekschen?\u201c oder \u201eWollen wir nach dem happa happa, heia heia machen?\u201c. Beim Anblick eines s\u00fc\u00dfen Babys mutieren viele Erwachsene zum Spa\u00df-Kasper, machen komische Ger\u00e4usche und Grimassen, um dem Windelpups ein glucksendes Lachen zu entlocken. Andere verdrehen bei solchen S\u00e4tzen die Augen. W\u00e4re es nicht besser \u201erichtig\u201c mit Kindern zu sprechen, anstatt W\u00f6rter zu verniedlichen? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Deshalb haben wir verschiedene Meinungen recherchiert und sind der Frage nachgegangen, wie f\u00f6rderlich oder gar sch\u00e4digend Babysprache seinen kann.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Warum verniedlichen wir W\u00f6rter und nutzen die Babysprache?<\/h2>\n<p>Manche Eltern passen ihre Sprache intuitiv dem Kind an und das nicht nur in Deutschland. In vielen Kulturen l\u00e4sst sich beobachten, dass Eltern auf eine ganz besondere Weise mit ihren Kindern sprechen. Unsere Stimme wird weicher, die Tonlage h\u00f6her (bei einigen fast piepsig). Kleine Kinder springen auf diesen zuckers\u00fc\u00dfen Singsang sofort an, sie h\u00f6ren die schrillen W\u00f6rter nicht nur besser, sondern lernen ziemlich schnell, dass wir Erwachsenen mit besonderer Zuwendung reagieren, wenn in Babysprache gesprochen wird.<\/p>\n<p>Neben der Information teilen wir unserem Spr\u00f6ssling mit, dass wir ihn sehr liebhaben. Durch das Verwenden von verniedlichten W\u00f6rtern versuchen wir eine Beziehung zu einem Kind aufzubauen, sein Vertrauen zu gewinnen. Jeder kennt das Ph\u00e4nomen, wenn ein Onkel oder eine Tante vor einem Baby pl\u00f6tzlich verr\u00fcckte Gesichter oder lustige Ger\u00e4usche macht. F\u00fcr die Kleinen machen wir uns gern zum Affen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verkleinerungsformen von W\u00f6rtern: Typische Verniedlichungen von W\u00f6rtern<\/h3>\n<h4>Verkleinern von W\u00f6rtern im Deutschen<\/h4>\n<p>Im Deutschen werden Begriffe durch das Anh\u00e4ngen von bestimmten Endungen, wie -chen oder -lein verniedlicht. Grammatikalisch korrekt nennt sich die Verkleinerungsform \u201eDiminutiv\u201c. Sie dient dazu Dinge, die eine geringere Gr\u00f6\u00dfe haben zu beschreiben. Bezogen auf Personen dient sie zudem, um ein besonders nahes Verh\u00e4ltnis zu dem Genannten auszudr\u00fccken. Wir benutzen sie recht h\u00e4ufig, z.B. <em>W\u00fcrstchen, H\u00fcndchen, Kinderlein<\/em>.<\/p>\n<p>Oft verwenden wir die Verniedlichungsform auch f\u00fcr Kosenamen, so ist das eigene Kind gerne ein \u201eHerzchen\u201c und die liebevolle Mutter eine \u201eMutti\u201c oder \u201eMami\u201c. Wer w\u00fcrde da nicht hinschmelzen, wenn das eigene Kind einen so nennt. In manchen Dialekten werden auch gerne sog. Suffixe, wie- li oder -le verwendet, um Dinge und Personen, die man besonders wertsch\u00e4tzt zu betonen. Da sagt die Oma dann zu ihrem Enkelkind sowas wie \u201e<em>Sch\u00e4tzerle\u201c oder \u201eKinderli\u201c.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Verkleinern von W\u00f6rtern im Englischen<\/h4>\n<p>Auch in der englischen Sprache gibt es zwei M\u00f6glichkeiten W\u00f6rter zu verkleinern.<\/p>\n<ol>\n<li><em>Durch das Anh\u00e4ngen einer bestimmten Endung, wie -y, -ie, -ling, -ette und -let.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Diminutiv ist aber nicht so sehr ausgepr\u00e4gt, wie im Deutschen. Grunds\u00e4tzlich kann man mit diesen Endungen alle Dinge verkleinern, viele Verniedlichungen jedoch findet man nicht im W\u00f6rterbuch. Ausnahme ist z.B. \u201ekitty\u201c f\u00fcr \u201ecat\u201c (Katze). Nicht verwechseln sollte man im Englischen auch, dass z.B. auch Adjektive durch das Anh\u00e4ngen der Endung -y gebildet werden, z.B. \u201egirly\u201c.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><em>Durch das Vorstellen des Begriffes \u201eklein\u201c<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Oft werden W\u00f6rter einfach durch das Vorstellen von \u201elittle\u201c (klein), \u201etiny\u201c (winzig) oder \u201ebaby\u201c (Baby) verkleinert, was, wie beim Erlernen einer Fremdsprache wesentlich leichter zu merken ist.<\/p>\n<p><em>Beispiele f\u00fcr typische W\u00f6rter sind:\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; dog= doggy (H\u00fcndchen); dad=daddy (Papi)<br \/>\n<\/em><em>&#8211; book= booklet (B\u00fcchlein); pig= piglet (Ferkel)<br \/>\n<\/em><em>&#8211; duck= duckling (Entchen)<br \/>\n<\/em><em>&#8211; aunt=auntie (Tantchen)<br \/>\n<\/em><em>&#8211; small glass (kleines Glas) oder Baby corn (Baby-Mais)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<h2>Ist Babysprache f\u00f6rderlich oder sch\u00e4dlich?<\/h2>\n<h3>Babysprache erleichtert die Kommunikation zwischen Eltern und Baby<\/h3>\n<p>Durch das Verwenden von leichter Sprache, kurzen S\u00e4tzen und die besondere Betonung versuchen wir unserem Kind die Verst\u00e4ndigung mit uns zu erleichtern. So ist das Wort \u201ehappa happa\u201c f\u00fcr unseren kleinen Brabbelkopf nat\u00fcrlich viel einfacher auszusprechen als \u201eEssen\u201c. Unser Kind lernt diese Vokabel, als sei sie ein echtes Wort und kann uns beim n\u00e4chsten Mal schon selbst mitteilen, dass es \u201ehappa happa\u201c m\u00f6chte. Der Alltag wir dadurch um wesentliches leichter, weil es zu weniger Missverst\u00e4ndnissen kommt. Wenn wir sofort verstehen, was unser Kind will, braucht es nicht mit anderen Mitteln, wie Schreien, um unsere Aufmerksamkeit zu buhlen. Dadurch sinkt das Stresslevel bei Mami und Kind. Dieser Meinung ist auch der Entwicklungspsychologe Manuel Bohn am Max-Plack-Institut. Ihm nach profitieren Babys von dieser Art der Kommunikation und sie st\u00e4rke die Eltern-Kind Beziehung. Zwar verstehen sie die Worte noch nicht, nehmen aber den Klang der Stimme wahr und auch die Stimmung, die mit ihr transportiert werde. W\u00f6rter in Babysprachen dienen als \u00dcbersetzungshilfe.<\/p>\n<p>Forschungen an der Rutgers University-Newark haben ergeben, dass die Gehirne von Kleinkindern st\u00e4rker reagieren, wenn Eltern mit ihren Kindern in Babysprache sprechen. Beim \u00fcberspitztem Babykauderwelsch werden n\u00e4mlich nicht nur die W\u00f6rter vereinfacht, auch ziehen wir die Vokale automatisch l\u00e4nger und betonen somit die wichtigsten W\u00f6rter im Satz. Es sind genau diese Laute, die unser Baby als erstes lernt und sich unbewusst einpr\u00e4gt. Bis das Kind eines Tages selbst beginnt die Dinge zu benennen und sich selbst mitzuteilen versucht. Dann bekommen wir als Eltern auch besser mit, wie weit unser Kind in seiner <a href=\"https:\/\/lingufino.de\/blog\/sprache\/kindliche-sprachentwicklung-3\/\">kindlichen Sprachentwicklung<\/a> ist und k\u00f6nnen auf den Baby-Singsang verzichten.<\/p>\n<h3>Ab wann sollten wir \u201erichtig\u201c mit unserem Kind sprechen?<\/h3>\n<p>Verniedlichungen m\u00f6gen anfangs, bevor unser Kind mit dem Sprechen beginnt n\u00fctzlich sein. Sobald es jedoch die ersten richtigen W\u00f6rter lernt (sp\u00e4testens ab 18 Monaten), sollten wir als Eltern darauf achten uns die Phantasiew\u00f6rter und Laute abzugew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Familieninterne Phantasiew\u00f6rter k\u00f6nnen im Alltag problemlos funktionieren, doch sp\u00e4testens, wenn unser Kind in den Kindergarten geht und sein Umfeld sich erweitert, kommt es damit nicht mehr weiter. Die Erzieher und auch die anderen Kinder verstehen es wohlm\u00f6glich nicht. Frust ist vorprogrammiert. Das kann die ohnehin oft schwierige <u>Eingew\u00f6hnungsphase <\/u>\u00a0zus\u00e4tzlich erschweren. Es spricht nichts die dagegen die Wortkreationen zu benutzen, die allgemeing\u00fcltige Bezeichnung sollte aber mitbenannt werden, damit es nicht zu Missverst\u00e4ndnissen komme, schreibt der Kommunikationsexperte Manuel Bohn im Magazin Baby &amp; Familie.<\/p>\n<p>Studien der American Association fort he Advancement of Science zeigen, dass Kinder in dessen Umfeld viel gesprochen wird sp\u00e4ter besser lernen. Komplexe S\u00e4tze und ein ausgepr\u00e4gter Wortschatz sind also f\u00f6rderlich. Ein Huhn ist zum Beispiel kein \u201eGack Gack\u201c und ein Hund auch kein \u201eWau Wau\u201c. Auch wenn dies oft die ersten W\u00f6rter sind, die unser Schatz lernt.<\/p>\n<p>Wir sollten versuchen unser Kind nicht zu korrigieren, dadurch nehmen wir ihm den Mut sich auszudr\u00fccken. Wenn es zum Beispiel sagt \u201etiti dada\u201c, um uns mitzuteilen, dass sein Lieblingsauto mitsoll. Dann k\u00f6nnen wir freundlich entgegnen: \u201eJa dein Auto darf auch mitfahren\u201c oder durch die Kombination von beidem: \u201eJa dein titi Auto darf auch dada mitfahren\u201c. Dadurch f\u00f6rdern wir es in seinem Selbstvertrauen, weil wir ihm den Fehler nicht vorhalten und ihm trotzdem zeigen, wie es richtig hei\u00dft. Ermutigen und Loben ist tausendmal f\u00f6rderlicher als Kritik. Genauso, wie Miteinander spielen und sprechen meist mehr bringt als stumpf zu \u00fcben. Denn wenn etwas Spa\u00df macht, lernen wir es gerne.<\/p>\n<p><em>Weitere Tipps, wie sich Kinder W\u00f6rter besser merken k\u00f6nnen: \u00a0<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Spreche mit deinem Kind, auch wenn es dich noch nicht versteht oder dir noch nicht antworten kann. Da kleine Kinder noch viel Zuwendung brauchen, h\u00f6ren sie in nahen Situationen besonders gut zu. Sei es beim Stillen, F\u00fcttern, Wickeln oder beim Gutenachtlied. Sprech dabei deutlich und langsam, damit es genug Zeit hat das Gesagte zu verarbeiten.<\/li>\n<li>Halte Blickkontakt im Gespr\u00e4ch mit deinem Kind, so kann es nicht nur das Gesagte h\u00f6ren, sondern sieht auch deine Mimik und Reaktion, dadurch lernt es die W\u00f6rter einzuordnen. Au\u00dferdem vermittelst du ihm dadurch, dass dich auch interessiert, was es sagen m\u00f6chte.<\/li>\n<li>Reduziere st\u00f6rende Ger\u00e4usche zu Hause, wie das Radio oder den Fernseher. Diese Ger\u00e4uschkulisse kann deinen Schatz \u00fcberfordern und hindert es daran hinzuh\u00f6ren, wenn du sprichst.<\/li>\n<li>Benenne Gegenst\u00e4nde, zeige sie deinem Kind und lass es diese ruhig auch mal anfassen. Es begreift im wahrsten Sinne besser, wenn es Dinge in den eigenen H\u00e4nden halten kann.<\/li>\n<li>Gib deinem Kind die Zeit sich selbst mitzuteilen. Dadurch hilfst du ihm seinen Wunsch zu verbalisieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"\/blog\/sprache\/wie-kinder-sprachen-lernen-und-wie-wir-sie-dabei-unterstuetzen-koennen\/\">Wie Kinder Sprachen lernen und wie wir sie dabei unterst\u00fctzen k\u00f6nnen<\/a> und weitere Tipps zur F\u00f6rderung der Sprachentwicklung findest du <a href=\"\/blog\/sprache\/sprachentwicklung-bei-kindern-unterstuetzen\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Warum auch Jugendliche und manche Erwachsenen zur \u201eNiedlichen- Sprache\u201c greifen<\/h2>\n<p>In Elternforen wird gerade viel dar\u00fcber diskutiert, dass wir Eltern unsere Teenies (7-16-J\u00e4hrigen) kaum noch verstehen, weil diese nicht nur mit ihren Freunden, sondern auch zu Hause in einer \u201eNeuen Sprache\u201c kommunizieren. Neben Emogies, die die normale Kommunikation ersetzen, neigen wohl besonders Teenie M\u00e4dchen dazu ihre Gef\u00fchle in Ellen langen Fantasiewortgebilden auszudr\u00fccken. Da wirkt das das HDL aus unserer Generation richtig altmodisch oder \u201eoldschool\u201c, wie die Kids sagen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Auch wenn sich uns bei einem \u201edasistoberhammervollkrasslieb\u201c die Haare str\u00e4uben, laut Kinderpsychologen ist eine Jugendsprache nichts Schlechtes, sie dient den Heranwachsenden sich von den Eltern abzugrenzen und erm\u00f6glicht ihnen ihre Gef\u00fchle auszudr\u00fccken. Und davon gibt es in der Pubert\u00e4t echt viele. Die Sprache wird zu einem Ventil, durch das Jugendliche Stress abbauen k\u00f6nnen. Deshalb sollten wir als Eltern diese Phase locker nehmen. Einige Tipps findest du in unserem Beitrag: <a href=\"\/blog\/paedagogik\/so-loest-du-konflikte-mit-deinem-kind-entspannt-auf\/\">So l\u00f6st du Konflikte mit deinem Kind entspannt auf<\/a>.<\/p>\n<p>Aber sp\u00e4testens jetzt ist es Zeit f\u00fcr uns Eltern uns die \u201eNiedliche Sprache\u201c abzugew\u00f6hnen, denn w\u00e4hrend sie im Kleinkindalter als eine Art Liebesbotschaft galt, kann sie nun gegenteilig aufgefasst werden. Heranwachsende sind sehr empfindlich und wollen ernst genommen werden. Sprechen wir sie mit einem \u201eS\u00f6hnchen\u201c an und streicheln ihm\/ihr in vertrauter Geste \u00fcber den Kopf, so kann dies als Zeichen daf\u00fcr genommen werden, dass wir sie immer noch wie ein Kind behandeln. Oft verschwindet jetzt das geliebte \u201eMami\u201c und wird durch ein \u201emeine Mutter\u201c oder \u201emeine Alte\u201c ersetzt. Je ruhiger und normaler wir aber mit unseren Kindern sprechen, desto besser lassen sich Missverst\u00e4ndnisse und Streitigkeiten ausr\u00e4umen. Wichtig ist mit dem eigenen Kind auf Augenh\u00f6he zu sprechen &#8211; nicht erst in der Pubert\u00e4t.<\/p>\n<p>Wie du selbst geduldiger und gelassener im Umgang mit deinem Kind werden kannst erf\u00e4hrst du in unserem Beitrag: <a href=\"\/blog\/paedagogik\/als-elternteil-geduldiger-werden-so-kannst-du-deine-geduld-trainieren\/\">Als Elternteil geduldiger werden: So kannst du deine Geduld trainieren.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Verniedlichungen m\u00f6gen anfangs, bevor unser Kind mit dem Sprechen beginnt n\u00fctzlich sein. Sobald es jedoch die ersten richtigen W\u00f6rter lernt (sp\u00e4testens ab 18 Monaten), sollten wir als Eltern darauf achten uns die Phantasiew\u00f6rter und Laute abzugew\u00f6hnen. Im Alltag sind Verniedlichungen trotzdem erlaubt, besonders, wenn wir uns liebevolle Kosenamen geben oder unserem Kind durch die Verkleinerungsform zeigen m\u00f6chten, wie gern wir es haben. So klingt ein \u201eHusch Husch zur\u00fcck mit dir ins Bettchen\u201c wesentlich herzlicher als ein schlichtes \u201eZur\u00fcck ins Bett mit dir\u201c. Allein die Betonung macht den Unterschied.<\/p>\n<p>Letzten Endes m\u00fcssen wir als Eltern selbst entscheiden, ob wir Babysprache in Ordnung finden und ob wir uns bewusst sind welche Botschaften hinter der verniedlichten Sprache stecken k\u00f6nnen.\u00a0 Ist es ein ehrliches und ganz und gar unterbewusstes \u201eIch hab dich lieb\u201c? Oder verniedlichen wir Worte, um unser Kind, den Partner oder Kollegen in der Arbeit herabzustufen und \u201eklein\u201c zu machen?<\/p>\n<p>Am wichtigsten ist vor allen Dingen, dass wir viel mit unserem Kind sprechen, mit so vielen Wortvarianten, wie m\u00f6glich, damit es mehr als eine M\u00f6glichkeit hat sich auszudr\u00fccken.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Art, wie Eltern sprechen, sollte altersangemessen sein. Kinder lernen besonders gut, wenn Eltern eine Stufe komplizierter sprechen, als es das Kind gerade selbst tut. Wenn es z.B. noch gar nichts sagt, tun es auch einzelne W\u00f6rter und kurze S\u00e4tze (\u2026) Spricht man zu kompliziert, nimmt das Kind davon zu wenig mit.\u201c<\/p>\n<p><em> (Zit. Des Kinder- und Jugendpsychiaters Prof.Dr. Stephan Bender von der Uni K\u00f6ln im KSTA Ratgeber) <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>5 Tipps, wie du richtig mit deinem Kind kommunizieren kannst findest du <a href=\"\/blog\/paedagogik\/5-tipps-so-kommunizierst-du-richtig-mit-deinem-kind\/\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eM\u00f6chte mein Schatzeli ein Kekschen?\u201c oder \u201eWollen wir nach dem happa happa, heia heia machen?\u201c. Beim Anblick eines s\u00fc\u00dfen Babys mutieren viele Erwachsene zum Spa\u00df-Kasper, machen komische Ger\u00e4usche und Grimassen, um dem Windelpups ein glucksendes Lachen zu entlocken. Andere verdrehen bei solchen S\u00e4tzen die Augen. 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