Beim Herbstspaziergang wandert ein schönes Blatt nach dem anderen in die Jackentasche. Zu Hause liegt dann ein kleiner Laubhaufen auf dem Tisch. Und jetzt? Daraus werden Fuchs, Eule und Igel! Zum Blättertiere-Basteln braucht ihr nur ein paar Herbstblätter, Papier, Kleber und Stifte. Beim Aussuchen, Legen und Aufkleben gibt es außerdem jede Menge zu erzählen.

Hier findest du drei einfache Bastelideen und kleine Spiele, die ihr mit euren Tieren ausprobieren könnt. Dein Kind entscheidet selbst, ob der Fuchs orange wird oder lieber ein gelbes Fantasietier entsteht.

Das braucht ihr

  • saubere Herbstblätter in unterschiedlichen Formen und Größen
  • festes weißes Papier oder Tonkarton als Unterlage
  • weißes, oranges und beiges Papier für Gesichter und Körper
  • einen schwarzen Filzstift
  • kindgerechten Bastelkleber und eine Kinderschere
  • optional Buntstifte für den Hintergrund

Sammelt bereits heruntergefallene Blätter. Feuchte Blätter tupft ihr vorsichtig trocken. Wenn sie stark gewellt sind, könnt ihr sie zwischen saugfähigem Papier unter einem schweren Buch glätten. Sehr bröselige Blätter lassen sich schwerer aufkleben. Für jüngere Kinder kannst du die Papierformen vorbereiten und beim Schneiden helfen.

Unser Tipp: Legt das Tier zuerst ohne Kleber auf das Papier. So können Flügel, Ohren und Nase noch ihren Platz wechseln.

1. Einen Fuchs aus einem Blatt basteln

Ein orangefarbenes Ahornblatt eignet sich gut für ein Fuchsgesicht. Dreht es so, dass zwei Blattspitzen nach oben wie Ohren aussehen und eine schmale Stelle nach unten zur Schnauze wird. Je nach Blattform ist das die Stelle am Stielansatz; einen störenden Stiel könnt ihr kürzen.

  1. Klebt das Blatt auf festes Papier.
  2. Schneidet oder reißt zwei helle Wangen aus weißem Papier. Die Formen dürfen ruhig etwas unterschiedlich sein.
  3. Klebt die Wangen seitlich auf die untere Hälfte des Blattes.
  4. Malt zwei Augen und eine dunkle Nase auf. Falls der Stift auf dem Blatt schlecht hält, malt die Punkte auf Papier und klebt sie auf.

Schon schaut euch ein Blätterfuchs an. Vielleicht bekommt er noch einen Waldweg oder eine Höhle auf seinem Papier?

Gesprächsidee: „Wohin läuft dein Fuchs?“ Warte ab, was deinem Kind einfällt, und erzähle selbst ein Stück weiter: „Meiner schleicht hinter einen Baum.“ Ihr könnt die Bewegungen auch vormachen. Wer schleicht besonders leise durch das Zimmer?

2. Eine Eule mit Blätterflügeln basteln

Für die Eule braucht ihr ein großes, eher ovales Blatt als Körper und zwei kleinere Blätter als Flügel.

  1. Legt das große Blatt senkrecht auf euer Papier und klebt es fest.
  2. Setzt links und rechts je ein kleineres Blatt als Flügel dazu.
  3. Schneidet zwei weiße Papierkreise aus. Malt schwarze Pupillen hinein und klebt die Augen auf den oberen Teil des Körpers.
  4. Ein kleines oranges Papierdreieck wird zum Schnabel. Wer mag, ergänzt zwei kleine Blattspitzen oben am Kopf oder malt Füße unter den Körper.

Erzählspiel: Gebt der Eule einen Namen. Dann beginnt ihr mit einem Satz: „Heute im Wald hat unsere Eule etwas entdeckt …“ Dein Kind kann erzählen, zeigen oder erst einmal zuhören. Ein lustiger Einfall reicht schon: Vielleicht findet die Eule einen einzelnen Gummistiefel. Wem der wohl gehört?

Lasst die Geschichte auch dann weitergehen, wenn die Eule plötzlich im Supermarkt landet. Sie kennt sich offenbar aus.

3. Einen Igel mit Blätterstacheln basteln

Hier dürfen viele kleine Blätter mitspielen.

  1. Zeichne einen einfachen Igelkörper auf beiges Papier: einen runden Rücken und vorne eine spitze Schnauze. Schneidet die Form gemeinsam aus.
  2. Klebt den Körper auf euren Tonkarton.
  3. Legt kleine braune oder gelbe Blätter auf den Rücken. Die Blattspitzen zeigen nach hinten und oben. Lasst das Gesicht frei.
  4. Klebt die Blätter leicht überlappend fest. Malt Auge und Nase dazu.

Für eine schnelle Variante malt ihr den Igelkörper direkt auf das Blatt Papier. Dann muss nur das Blätterkleid aufgeklebt werden.

Suchspiel: Legt drei unterschiedlich große Blätter daneben. „Welches Blatt ist am längsten? Welches ist ganz schmal?“ Zeigt euch eure Fundstücke und beschreibt, was euch auffällt.

Ein Blatt, viele Blätter: ein kleines Sprachspiel dazu

Bevor alle Blätter aufgeklebt sind, legt ihr eines auf die linke und mehrere auf die rechte Seite. Du sagst: „Hier liegt ein Blatt. Und hier liegen viele Blätter.“ Danach kann dein Kind selbst etwas hinlegen und beschreiben. Mit weiteren Fundstücken geht es weiter: ein Zweig, viele Zweige; ein Stein, viele Steine.

Du musst daraus keine Fragerunde machen. Greife beim gemeinsamen Tun einfach auf, was gerade auf dem Tisch liegt: „Du hast schon zwei Flügel aufgeklebt. Der andere Flügel liegt noch hier.“

Wenn ihr das Spiel später mit anderen Motiven fortsetzen möchtet, passen unsere Lingufino-Bildkarten Einzahl–Mehrzahl dazu. Das Set enthält 30 Bildkarten und ein Begleitheft mit weiteren Spielideen. Auf den Karten lassen sich einzelne Dinge und mehrere davon miteinander vergleichen. Die Blätter und Basteltiere sind eure eigene Spielidee und gehören nicht zum Kartenset.

Was machen wir mit den fertigen Blättertieren?

Lasst den Kleber gut trocknen. Anschließend könnt ihr die Bilder aufhängen, verschenken oder nebeneinander zu einem kleinen Wald aufstellen. Dein Kind kann zu jedem Tier einen Satz erzählen, den du darunter schreibst.

Und wenn beim nächsten Spaziergang wieder die Taschen voller Blätter sind? Dann braucht euer Wald wohl noch ein paar Bewohner.