Eltern, deren Kinder später sprechen als andere, sogenannte Late Talker, müssen nicht verzagen. Zwar bieten Entwicklungsstufen dahingehend eine gute Orientierung, jedoch legen Kinder häufig auch ihren individuellen Rhythmus an den Tag. Häufig passiert zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr motorisch wie kognitiv nochmal richtig viel.
Aphasie (Sprachlosigkeit) – was tun?
Manche Schicksalsschläge treffen uns hart, wenn zum Beispiel unser eigenes Kind durch einen unerwarteten Hirnschlag oder ein Schädel-Hirn-Trauma Schaden nimmt. Wenn das Sprachzentrum verletzt wurde oder infolge einer Hirnhautentzündung erkrankt, kann es zu einer sog. Aphasie kommen. Unser Kind wird sprachlos. Eine Diagnose, die auch uns Eltern die Worte raubt. Aber es gibt Möglichkeiten, wie wir unser Kind dabei unterstützen können wieder sprechen zu lernen. Read More…
Wie Kinder Sprachen lernen und wie wir sie dabei unterstützen können
Diesen Moment, wenn unsere Kinder das erste Mal „Mama“ oder „Papa“ sagen, vergessen wir wohl nie. Kinder lernen Sprachen schon von Geburt an und besitzen alle Grundlagen, um mit ihrem Umfeld zu kommunizieren. Erfahrt in unserem Beitrag alles über die Sprachentwicklung von Kindern und wie ihr sie beim Sprechen lernen bestmöglich unterstützen könnt. Read More…
DIY Jahreszeitenuhr
Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Wir zeigen euch wie man ganz einfach eine Jahreszeitenuhr basteln kann.
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Oster Memo Spiel
Eins der beliebtesten und bekanntesten Gesellschaftsspiele ist wohl das Memo Spiel. Dabei werden Paare gesucht, also ein Motiv, welches doppelt vorhanden ist. Um diese zu finden, werden alle verfügbaren Karten mit der Bildseite verdeckt hingelegt. Ab sofort gibt es auch das Lingufino Oster Memo. Read More…
Kind hört nicht: Was tun bei Konflikten im Alltag?
Wenn dein Kind nicht reagiert, geh möglichst zu ihm und prüfe, ob deine Bitte angekommen ist. Sage konkret, was als Nächstes passieren soll, und gib ihm Gelegenheit zu antworten oder anzufangen. Braucht es Hilfe, unterstütze den ersten Schritt. Bei einer notwendigen Grenze bleibst du klar, auch wenn dein Kind damit nicht einverstanden ist. In gefährlichen Situationen schützt du es sofort.
Die Schuhe stehen schon an der Tür. Du hast die Tasche gepackt und möchtest los. Dein Kind baut weiter an seinem Turm. „Wir müssen gehen!“ Keine Reaktion. Beim dritten Rufen wird deine Stimme lauter, beim vierten ärgerst du dich schon darüber, dass du überhaupt so laut wirst.
Solche Momente können anstrengend sein. Besonders dann, wenn sie jeden Morgen ähnlich ablaufen. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Geht es um die Bitte selbst, um den Wechsel vom Spielen zum Losgehen oder um etwas, das du noch nicht bemerkt hast?
Warum hört mein Kind nicht auf mich?
„Mein Kind hört nicht“ beschreibt zunächst deine Beobachtung. Daraus lässt sich noch nicht ablesen, weshalb es nicht reagiert. Nichtverstehen, Nichtkönnen und Nichtwollen können von außen ähnlich aussehen und auch zusammenkommen.
Vielleicht hat dein Kind den Ruf aus dem Flur nicht mitbekommen. Vielleicht weiß es bei „Mach dich fertig“ nicht, womit es beginnen soll. Vielleicht möchte es sein Bauwerk beenden oder braucht Hilfe mit einem klemmenden Reißverschluss. Die CDC weisen bei ihren Empfehlungen für verständliche Aufforderungen ausdrücklich darauf hin, dass eine Aufgabe nicht zu können etwas anderes ist, als sie zu verweigern.
Auch unterschiedliche Wünsche gehören zum Familienalltag. Du möchtest pünktlich sein, dein Kind noch etwas ausprobieren. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit beschreibt Selbstständigkeitswünsche und enttäuschte Erwartungen als wichtige Hintergründe kindlicher Trotzreaktionen. Daraus folgt weder, dass jede Forderung angemessen ist, noch dass dein Kind jede Entscheidung treffen muss.
Du musst die Ursache nicht sofort herausfinden. Eine konkrete Frage kann den Anfang machen: „Was fehlt noch, damit wir losgehen können?“ Bei einem jüngeren Kind hilft vielleicht schon, auf die Schuhe zu zeigen und sie gemeinsam zu holen.
Was kann ich in der Situation tun?
Beginne mit einer überschaubaren Bitte. Die folgenden Schritte sind eine Orientierung für gewöhnliche Alltagssituationen. Bei Gefahr hat sofortiges Handeln Vorrang.
- Kontakt aufnehmen. Geh in die Nähe deines Kindes, nenne seinen Namen und warte kurz auf eine Reaktion. Blickkontakt oder Berührung musst du nicht erzwingen.
- Eine Handlung benennen. „Zieh bitte deine Jacke an“ ist konkreter als „Nun mach endlich“. Eine Geste kann zeigen, welche Jacke gemeint ist.
- Zeit zum Reagieren lassen. Hänge nicht gleich Schuhe, Tasche und Aufräumen an. Schau, ob dein Kind beginnt oder etwas antworten möchte.
- Nach dem Hindernis schauen. „Brauchst du Hilfe mit dem Ärmel?“ ist eine mögliche Nachfrage. Unterstütze dort, wo die Aufgabe gerade scheitert.
- Den nächsten Schritt begleiten. Wenn die Bitte notwendig bleibt, wiederhole sie ruhig und bleibe dabei ansprechbar. Eine neue Drohung bringt keine zusätzliche Erklärung.
Kurze, verständliche Aufforderungen, eine ruhige Stimme und passende Gesten gehören zu den Kommunikationsempfehlungen der CDC. Kein einzelner Satz garantiert jedoch, dass dein Kind sofort mitmacht. Wenn ihr feststeckt, prüfe auch die Aufgabe und den Zeitpunkt.
Vier typische Konflikte und mögliche Antworten
Die Beispiele sind Formulierungsvorschläge. Du kannst sie an eure Situation anpassen und weglassen, was sich für euch nicht natürlich anfühlt.
Dein Kind möchte morgens weiterspielen
Du könntest zu deinem Kind gehen und sagen: „Du baust noch das Dach. Wir müssen jetzt zur Kita.“ Vielleicht antwortet es: „Sonst geht alles kaputt!“ Dann ist eine konkrete Sorge sichtbar geworden.
Wenn es möglich ist, bietet sich eine kleine Lösung an: „Der Turm darf hier stehen bleiben. Wir legen das Dach daneben.“ Anschließend folgt die Bitte: „Komm bitte mit zu deinen Schuhen.“ Du musst keine zusätzliche Spielrunde versprechen, wenn dafür keine Zeit ist.
Klappt der Übergang regelmäßig schlecht, schaut später gemeinsam auf den Ablauf. Vielleicht können die letzten Bausteine schon vor dem Frühstück verbaut werden oder der Turm bekommt einen festen Platz, an dem niemand aufräumt. Ein konkreter Abschluss wie „Noch dieses Teil, dann gehen wir“ lässt sich im Moment leichter zeigen als ein abstraktes „Gleich“.
Beim Aufräumen passiert einfach nichts
Vor deinem Kind liegt ein Zimmer voller Spielzeug. „Räum auf“ lässt offen, wo es anfangen soll. Wähle einen kleinen Bereich: „Die Autos kommen in diese Kiste. Ich sammle die Bausteine ein.“ Sage das gemeinsame Aufräumen nur zu, wenn du tatsächlich mithilfst.
Vielleicht sagt dein Kind: „Die Straße soll bleiben!“ Ihr könnt prüfen, ob das möglich ist. „Die Straße bleibt am Rand. Den Weg zur Tür machen wir frei.“ So hat die Aufgabe einen erkennbaren Umfang. Nachher kannst du benennen, was geschafft ist: „Jetzt kommen wir wieder durch.“
Ist die Aufgabe für dein Kind zu groß, verändert sie gemeinsam. Hilfe beim Anfangen bedeutet nicht, dass du ab jetzt jedes Aufräumen allein übernehmen musst.
Dein Kind weigert sich, die Jacke anzuziehen
Nach deiner Bitte kommt ein deutliches „Nein!“. Frage bei Bedarf kurz: „Was stört dich?“ Vielleicht kratzt der Kragen. Vielleicht möchte dein Kind die Jacke allein schließen, schafft es aber noch nicht.
Ein möglicher Vorschlag lautet: „Du steckst die Arme hinein, ich helfe dir danach am Reißverschluss.“ Oder: „Du kannst die blaue oder die orange Jacke nehmen“, sofern beide passen. Eine Auswahl sollte zwei Möglichkeiten enthalten, mit denen du wirklich einverstanden bist.
Prüfe auch, ob deine Vorgabe gerade nötig ist. Nicht jede Vorliebe beim Anziehen muss zum Streit werden. Wetter, Weg und die Bedürfnisse deines Kindes gehören zur Entscheidung dazu.
Auf dem Spielplatz will dein Kind nicht mitkommen
Wenn ihr bald gehen müsst, kündige den Abschluss möglichst vorher an. „Du kannst noch einmal rutschen. Danach gehen wir zum Ausgang.“ Halte die Ankündigung realistisch und bleib in der Nähe.
Beim Abschied kann beides nebeneinanderstehen: „Du möchtest bleiben. Heute gehen wir nach Hause.“ Vielleicht kann dein Kind entscheiden, ob es bis zum Tor neben dir läuft oder deine Hand nimmt. Eine solche Wahl ersetzt die Entscheidung zum Gehen nicht.
Wenn dein Kind weint, muss der Abschied nicht sofort fröhlich werden. Bleib bei ihm und unterstütze den Übergang. Das BIÖG empfiehlt, Veränderungen frühzeitig anzukündigen und nach Beruhigung über die Gefühle zu sprechen.
Welche Sätze machen deine Bitte verständlicher?
Beschreibe eine Handlung, die dein Kind tatsächlich ausführen kann. UNICEF empfiehlt klare und realistische Erwartungen, statt Verhalten nur allgemein zu bewerten.
| Wenn dir dieser Satz auf der Zunge liegt … | Ein konkreter Vorschlag |
|---|---|
| „Wie oft muss ich das noch sagen?“ | „Deine Schuhe stehen hier. Zieh sie bitte an.“ |
| „Benimm dich!“ | „Stell das Glas bitte auf den Tisch.“ |
| „Du trödelst immer!“ | „Wir gehen jetzt. Was brauchst du noch?“ |
| „Du hörst nie zu!“ | „Ich möchte dir etwas sagen. Passt es jetzt kurz?“ |
| „Wenn du nicht kommst, gehe ich allein!“ | „Wir gehen zusammen. Ich bin hier und helfe dir.“ |
Eine Frage wie „Passt es jetzt?“ verwendest du nur, wenn du ein kurzes Warten wirklich ermöglichen kannst. Steht etwas fest, darfst du es als Aussage formulieren. Freundliche Sprache muss nicht bedeuten, jede notwendige Handlung zur Abstimmung zu stellen.
Wie setze ich Grenzen, ohne ständig zu drohen?
Eine Grenze beschreibt, was gilt und wie du dafür sorgst. Wenn Wasser aus der Badewanne auf den Boden geschüttet wird, könntest du sagen: „Das Wasser bleibt in der Wanne.“ Geschieht es weiter, nimmst du den Schöpfbecher zunächst heraus und erklärst knapp, warum. Das anschließende Aufwischen könnt ihr gemeinsam übernehmen, soweit dein Kind mithelfen kann.
Ein gestrichener Ausflug Tage später erklärt dagegen nicht, wie das Wasser in der Wanne bleiben soll. Wähle eine Reaktion, die zur Situation passt und die du ruhig umsetzen kannst. UNICEF beschreibt nachvollziehbare, umsetzbare Konsequenzen als Teil positiver Erziehung.
Schlagen, Beschämen oder der Entzug grundlegender Versorgung gehören nicht dazu. Die American Academy of Pediatrics rät ausdrücklich von körperlichen Strafen und verletzender Sprache ab.
Bei unmittelbarer Gefahr handelst du zuerst: Du verhinderst, dass dein Kind auf die Straße läuft oder jemand verletzt wird. Eine ausführliche Erklärung kommt, sobald die Situation sicher ist. Du musst nicht auf Zustimmung warten, um Schutz herzustellen.
Was hilft, wenn ich selbst laut geworden bin?
Du kannst einen ungünstigen Verlauf unterbrechen. Wenn dein Kind sicher versorgt ist, nimm dir einen kurzen Moment, um wieder ruhiger zu werden. Falls eine andere vertraute Person da ist, bitte sie konkret um Unterstützung.
Später könntest du sagen: „Ich habe dich vorhin angeschrien. Das war nicht in Ordnung. Ich war in Eile. Beim nächsten Mal möchte ich zu dir kommen und dir sagen, was ich brauche.“ Lass den Zusatz „Aber du hast ja auch …“ weg. Deine Entschuldigung braucht keine Gegenleistung.
Die AAP empfiehlt Erwachsenen, eigene Fehler anzuerkennen und einen anderen Umgang für die Zukunft zu zeigen. Wenn du häufig kurz davor bist, die Kontrolle zu verlieren, hole dir Unterstützung. Du musst nicht warten, bis etwas passiert.
Wie können wir nach einem Streit ins Gespräch kommen?
Nimm später einen konkreten Moment auf: „Vorhin an der Tür war es schwierig. Du wolltest noch bauen, ich wollte los.“ Dann kannst du fragen: „Was würde dir morgen helfen?“ Ein Vorschlag deines Kindes darf klein sein, etwa den Turm stehen zu lassen oder die Schuhe schon bereitzustellen.

Manche Kinder erzählen lieber über eine Figur oder ein Bild. Dafür reicht ein vorhandenes Bilderbuch. Wenn du vorbereitete Gesprächsanlässe möchtest, kannst du unsere 50 Gefühlskarten für Kinder nutzen. Sie enthalten Erklärungs- und Situationskarten zu 23 Gefühlen sowie vier Anleitungskarten und sind laut Hersteller ab vier Jahren vorgesehen.
Wählt freiwillig eine Situation aus und besprecht zunächst die Figur: „Was könnte sie gerade sagen wollen?“ Dein Kind entscheidet selbst, ob es den Bezug zum eigenen Erlebnis herstellen möchte. Die Karten sind ein Gesprächsangebot; sie sollen weder Gehorsam herstellen noch einen Konflikt sofort beenden.
Mehr Formulierungen findest du im Beitrag Gefühle benennen lernen: Wie du dein Kind im Alltag begleitest.
Wann ist zusätzliche Unterstützung sinnvoll?
Wenn Konflikte euren Alltag dauerhaft stark belasten, dein Kind häufig andere oder sich selbst gefährdet oder du dich zunehmend hilflos fühlst, lohnt sich ein Gespräch mit Fachleuten. Kinderarztpraxis und Erziehungsberatung sind mögliche erste Anlaufstellen. Die bke vermittelt Erziehungs- und Familienberatungsstellen; deren Beratung ist vertraulich und kostenfrei.
Wenn „hört nicht“ tatsächlich bedeuten könnte, dass dein Kind Sprache oder Geräusche nicht gut wahrnimmt, lass das kinderärztlich abklären. Das BIÖG empfiehlt bei Zweifeln am Hörvermögen eine ärztliche Überprüfung. Ebenso solltest du ansprechen, wenn einfache vertraute Aufforderungen auch in ruhigen Situationen wiederholt unverständlich bleiben.
Aus Widerstand allein lässt sich weder ADHS noch eine andere Störung ableiten. Bei der fachlichen Beurteilung zählen unter anderem Verlauf, Ausmaß und die gesamte Entwicklung; die CDC unterscheiden gelegentliche Konflikte von anhaltenden, ausgeprägten Verhaltensproblemen.
Häufige Fragen
Muss ich eine Bitte immer wiederholen?
Wenn keine Reaktion kommt, prüfe zuerst, ob dein Kind dich mitbekommen und verstanden hat. Eine ruhige Wiederholung in seiner Nähe kann sinnvoll sein. Bleibt es schwierig, schau nach dem Hindernis, statt dieselben Worte immer lauter zu rufen.
Mein Kind hört in der Kita, aber zu Hause nicht. Was bedeutet das?
Das allein erklärt die Ursache nicht. Vergleicht konkrete Situationen: Zeitpunkt, Aufgaben, Übergänge und Unterstützung können sich unterscheiden. Ein Austausch mit den Fachkräften kann zeigen, welche Abläufe dort helfen. Daraus lässt sich weder ein Erziehungsfehler noch automatisch ein Beweis besonderer Sicherheit zu Hause ableiten.
Muss mein Kind jede Entscheidung gut finden?
Nein. Es darf sich ärgern oder widersprechen, während eine notwendige Grenze bestehen bleibt. Höre an, was es stört, und entscheide, ob Spielraum vorhanden ist. Du musst Zustimmung nicht zur zusätzlichen Bedingung machen.
Für den nächsten schwierigen Morgen reicht zunächst eine Veränderung: Geh zu deinem Kind, benenne einen machbaren Schritt und höre auf seine Antwort. Danach könnt ihr gemeinsam schauen, was euch das Losgehen erleichtert hat.
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